Erntegemeinschaft

Freiwillig. Gemeinsam. Mit Erde unter den Fingernägeln.

Die Mitarbeit im Rahmen der Mitgliedschaft ist freiwillig. Wer kommt, kommt aus Interesse. Aus Neugier. Aus dem Wunsch, Landwirtschaft wirklich zu erleben. Seit über 12 Jahren kommen Menschen – vor allem aus dem städtischen Raum – zu uns auf den Hof.

Nicht zum Zuschauen.
Zum Mitmachen.

Sie hacken, jäten, pflanzen, ernten.
Sie stehen im Wind, während die Kühe draußen sind.
Sie erleben, wie Schafe umgestellt werden und machen auch mit.
Sie merken, wie viel Arbeit in einem Salatkopf steckt.


2026 sind in etwa 10 Aktionen an Samstagen geplant. Die Aktionen werden über die Hofpost kommuniziert.

Manche Mitglieder kommen einmal. Manche immer wieder. Ein Einsatz dauert etwa vier Stunden. Danach weiß man wieder, wie sich Erde anfühlt.

Unsere Erntegemeinschaft

Unsere Erntegemeinschaft ist kein Gemüse-Abo.
Und auch kein Ort, an dem man sich eine Kiste nach Wunsch zusammenstellt. Sie ist ein gemeinsamer Weg, Landwirtschaft wieder als das zu verstehen, was sie ist: ein lebendiges System aus Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Wir wollen nicht größer werden, sondern passender.
Denn Solidarische Landwirtschaft funktioniert nur dann gut, wenn alle, die Teil davon sind, die Idee wirklich mittragen.

Was uns ausmacht

Unser Hof umfasst rund 60 Hektar. Diese Fläche nutzen wir nicht, um möglichst effizient einzelne Kulturen zu produzieren, sondern um Vielfalt entstehen zu lassen.


Wir schaffen bewusst ökologische Nischen:
Hecken, Blühflächen, Weiden und Rückzugsorte für Tiere und Pflanzen. So entsteht ein Gefüge, das mehr ist als Landwirtschaft im klassischen Sinn – ein Ort, an dem Leben in vielen Formen Platz hat.

Ein zentraler Teil davon ist die Tierhaltung.
Nicht als Zusatz, sondern als Grundlage:

  • Tiere bringen Dynamik in die Flächen
  • sie schließen natürliche Kreisläufe
  • sie schaffen Lebensräume, die ohne sie nicht existieren würden

So entsteht echte Biodiversität – nicht als Konzept, sondern im Alltag.

Wir sind deshalb kein reiner Gemüsebaubetrieb.
Sondern eine vielfältige Landwirtschaft, wie es sie früher häufiger gab und heute kaum noch gibt.


Was das für dich bedeutet

Wenn du Teil der Erntegemeinschaft wirst, bekommst du mehr als Lebensmittel.



  • Du wirst Teil eines Systems, das trägt:
  • Du bist unabhängig von globalen Lieferketten und Preisschwankungen
  • Du teilst Ertrag und Risiko mit anderen – und gewinnst dadurch Stabilität
  • Du ermöglichst eine Landwirtschaft, die Boden, Tiere und Natur langfristig erhält
  • Du erlebst, wo deine Lebensmittel herkommen und was es braucht, um sie zu erzeugen.


Das bringt Vielfalt auf deinen Teller – aber auch Grenzen.

Denn wir produzieren nicht nach Wunschliste,
sondern nach dem, was hier wächst, was die Jahreszeit hergibt und was dieser Ort hervorbringen kann.


Was uns wichtig ist

Unsere Erntegemeinschaft ist nicht darauf ausgelegt, möglichst günstiges Gemüse bereitzustellen.


Wir wirtschaften so, dass:

  • Böden fruchtbar bleiben
  • Tiere artgerecht leben können
  • ökologische Vielfalt entsteht und wächst

Das hat seinen Wert – und es braucht Menschen, die diesen Weg bewusst mitgehen wollen. Wer vor allem günstige, planbare Gemüsemengen sucht, wird sich in anderen Modellen vermutlich besser wiederfinden.

Wer jedoch Teil einer lebendigen, vielfältigen und verantwortungsvollen Landwirtschaft sein möchte, ist bei uns richtig.


Einladung

Wenn dich dieser Ansatz anspricht, laden wir dich ein, den Hof kennenzulernen.

Am besten versteht man unsere Arbeit nicht durch Worte –
sondern, wenn man einmal selbst über die Flächen geht. 

Warum Menschen kommen 

Viele kommen gestresst an.
Vom Büro. Vom Bildschirm. Vom Verkehr. 

Und oft sage ich nach einer Stunde:
„Schaut euch mal um.“ 

Die Schultern sind tiefer.
Die Gesichter ruhiger.
Die Augen klarer. 
„Man sieht richtig, wie die Erde die Menschen entspannt. Die Augen fangen an zu strahlen.“

Das ist keine Wellnessveranstaltung.
Das ist Arbeit mit den Händen an der frischen Luft in der Erde.
Und genau darin liegt die Erholung. 

Wie es abläuft

Fahrgemeinschaften werden selbst organisiert.
Jede und jeder bringt etwas für die gemeinsame Pause mit – Essen, Getränke, was da ist.
Es entsteht ein Ackerbuffet zwischen Gemüsekisten und Gummistiefeln.

Es ist freiwillig.
Aber es verbindet.

Auch die Abholstellen leben vom Mitmachen

Unsere Abholstellen funktionieren selbstorganisiert.
Mit minimalem Aufwand – weil alle mithelfen.

Kisten verteilen.
Ordnung halten.
Kurz abstimmen.

Keine Dienstleistung.
Sondern Gemeinschaft.
Unkompliziert.