Arten - und Bodenschutz 

ist Klimaschutz!

Manifest zum Humusaufbau 

im Gemüse und Ackerbau

Die Basis für gesunde Böden und sichere Erträge. Wir bauen im Gemüse- und Ackerbau gezielt Humus auf. Denn humusreicher Boden ist die Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

Warum Humus so wichtig ist
Wasserspeicher & Klimaschutz
Humusreiche Böden können große Mengen Wasser aufnehmen und speichern.
Sie schützen vor Hochwasser und sichern die Wasserversorgung in Trockenzeiten.
Pro 1 % mehr Humus speichert der Boden bis zu 40 Liter Wasser pro m²
= 400.000 Liter pro Hektar.

Stabile Böden statt Erosion
Humus sorgt für eine stabile Bodenstruktur.
Der Boden bleibt locker, gut bearbeitbar und wird bei Starkregen nicht abgeschwemmt.

Nährstoffspeicher & Grundwasserschutz

Humus bindet Nährstoffe, macht sie pflanzenverfügbar und verhindert Auswaschung.
So werden Erträge gesichert und das Grundwasser geschützt.

Gesunde Pflanzen ohne Chemie

Ein lebendiger Boden versorgt Pflanzen ganzheitlich.
Chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind überflüssig.

Wie Humus aufgebaut wird
- Vielfältige Fruchtfolgen
-Dauerhafte Bodenbedeckung (Zwischenfrüchte, Untersaaten, Mulch)
-Reduzierte, flache Bodenbearbeitung
-Ausgeglichener pH-Wert (Kalkung bei Bedarf)
- Erstversorgung über Leguminosen und organische Dünger
- Einsatz von Kompost, kompostiertem Mist und Mulchauflagen
- Strukturelemente in der Landschaft die Erosion vermindern, wie Hecken, Baumreihen

80 % des Bodenhumus entstehen durch Wurzelausscheidungen lebender Pflanzen.

Humus wirkt – messbar
Ein humusreicher Boden kann bis zu 150 Liter Regen pro m² und Stunde aufnehmen.

Ab ca. 5 % Humusgehalt ernährt der Boden die Pflanzen weitgehend selbstständig.
Gesunder Boden = gesunde Pflanzen.

Ab diesem Punkt wird Humusaufbau zum Selbstläufer – mit stabilen Erträgen und sinkendem Arbeits- und Mitteleinsatz.

Humusaufbau schützt das Klima
Pflanzen entziehen der Atmosphäre CO₂ und speichern den Kohlenstoff über ihre Wurzeln dauerhaft im Boden.
Würden weltweit jährlich nur 0,4 % Humus aufgebaut,
könnten die globalen CO₂-Emissionen im Boden gebunden werden.

Lesetipp:
„Humusaufbau – Chance für Landwirtschaft und Klima“
von Gerald Dunst 

Arten schützen - Klima schützen

WAS tun wir für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt? 

  • Klimaschutz durch Weidehaltung und Aufbau von Bodenfruchtbarkeit auf 70ha 
  • Verpackungsfrei 
  • kurze Wege (1x pro Woche Lieferung in Depots, Versorgung Menschen mit regionalen/saisonalen Lebensmitteln - auf direktem Weg) 
  • Kühlung über Solarenergie 
  • regionaler, auch samenfester Anbau (z.B. 11 Sorten Karotten, 8 Sorten Kartoffeln, Anbau von Emmer, Einkorn etc.. beim Dinkel Anbau der  Ursorte) 
  • geschlossene Stoffkreisläufe (kein Futterzukauf, eigene Düngung durch Rindermist)
  • Zwei oder Dreinutzungsrassen (Hühner Triesdorfer Landhuhn und bei den Rindern behorntes! Fleckvieh, bei den Schweinen Duroc) 
  • Heckenpflege und Heckanpflanzungen 
  • kleinräumige Ackerflächen 
  • Mischkulturen mit blühenden Leguminosen 


WAS tun wir für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt? 

  • Wiesenschnitt nach dem 15. auf mind. 20% des Grünlandes, dabei so vorgehen dass die Kitze nicht getötet werden, es wird außerdem immer ein Reststreifen (Altgrasstreifen) für die Insekten stehen gelassen. 
  • Insektenfreundliches Mähen von Innen nach Außen und ohne Aufbereiter 
  • Blühstreifen, auch wilde Blumen
  • Wegränder stehen lassen 
  • Jährlich Anpflanzen von Obstbäumen 
  • Nistkästen 
  • Gründüngung und Zwischenfrüchte wie Phacelia und Wicke 
  • Mulchen 
  • Dammkultur 
  • wassersparende Bewässerung 
  • Lerchenfenster im Getreideanbau (es wird nur zu bestimmten Zeiten der Boden gehackt/bearbeitet um die Bodenbrüter nicht zu stören) 
  • Jährliche Aufforstungen/Naturverjüngungen im Wald, Mischwaldanpflanzung mit klimaangepassten Laubbäumen 
  • Sonderkulturen (z.B. regionale Kürbiskerne, Hirse, Leinsamen, Buchweizen) 


Rinder und Klima

Rinder sind keine Klimakiller. 

Welche Bedeutung artgerechte Rinderhaltung für die Ökologie hat und welche Auswirkungen unsere Ernährung auf unser Ökosystem hat insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, kann man hier nachlesen: 



Nachhaltige Lebensmittelproduktion 

Ökologische, nachhaltige und sozial gerechte Lebensmittelproduktion, das ist unser Fokus! Nicht der möglichst große Ertrag! Jeden Tag gehen in Deutschland durchschnittlich 70 Hektar wertvolles Ackerland durch Baumaßnahmen verloren, das sind etwa 70 große Fußballfelder. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern geben auf (2019 waren es 400 000!) und immer mehr Lebensmittel müssen importiert werden. Auch im Bio-Bereich: Jeder zweite Bio-Apfel und jede zweite Bio-Möhre kommen inzwischen aus dem Ausland. Das ist unsinnig, gefährdet die regionale Lebensmittelversorgung und ist fatal fürs Klima. Das wollen wir hier vor Ort ändern!